Riesen-Interesse an besonderem Musical in Schonach

Beim fulminanten Finale präsentieren sich alle Akteure des Kindermusicals „Die magische Kuckucksuhr“ noch einmal auf der Bühne. Fotos: Hans-Jürgen Kommert

Eine aufregende Reise durch die Geschichte Schonachs unternahmen Zuschauer und Akteure beim Kindermusical des Musikvereins Kurkapelle. Im Mittelpunkt stand die magische Kuckucksuhr.

„Ein unglaublicher Anblick – ich würde mir wünschen, dass die Halle bei jedem Jahreskonzert so voll ist“, strahlte Nicole Schneider, Vorsitzende des Musikvereins Kurkapelle Schonach, anlässlich der Premiere des Kindermusicals „Die magische Kuckucksuhr“ im Haus des Gastes.

Und noch mehr strahlen durfte sie am Samstagnachmittag – denn auch bei der zweiten Aufführung war der Saal komplett voll. Kein Wunder – hatte der Musikverein doch extra zur 750-Jahr-Feier erstmals ein komplett selbst gestaltetes Musical auf die Beine gestellt. Simon Wiesenbach leitete den Projektchor aus Kindern und Erwachsenen. Fagott, Oboe, ein Klavier und zwei Celli sorgten neben den bestens aufgelegten Musikern der Kurkapelle für eine unglaubliche Klangfülle.

Geschrieben hatten das Musical Sophie und Saskia Weber, die auch in einer Ouvertüre ein erstes starkes Ausrufezeichen setzten: Beide verkörperten Oma Sabine – einmal in jungen Jahren und einmal deutlich älter. Die eine blickte voraus, die andere zurück in ihre Vergangenheit. Komponiert hatte das Stück mit Patrick Burt ein Kommilitone von Saskia Weber – er dirigierte auch selbst.

Im Wohnzimmer hatten dann Oma Sabine und Opa Helmut (freitags Naemi Kimmig, samstags Kezia Kimmig) Besuch von ihren Enkelkindern Tilda (freitags Tilda Stolz, samstags Clara Hellenthal), Max(i) (freitags Kjell Schreiber, samstags Johanna Nordt) sowie Lizzy (freitags Lia Bammert, samstags Rosa Bazzan). Opa Helmut nahm die drei mit auf den Dachboden, wo sie einige besondere Dinge entdeckten – einen Langlaufski, eine Geißenmeckerer-Larve und einen Trachten-Strohhut. Und dann lüftete der Opa ein Geheimnis: eine magische Kuckucksuhr, die den Weg in die Vergangenheit eröffnet. „Die wichtigste Regel beim Zeitreisen lautet, dass man bei der Rückreise mit keinem der dort lebenden Menschen Körperkontakt haben darf, ansonsten droht Unheil“, betonte Opa Helmut.

Kinder begehen großen Fehler

Die drei Kinder wagten es – und im ersten Versuch landeten sie im Jahr 1890, wo sie auf das Hirtenmädchen Marie trafen. Sie freundeten sich schnell an. Doch als die Uhr sie erinnerte, dass es Zeit war, zurückzukehren, umarmten sie Marie – und plötzlich fanden sie sich zu viert auf dem Dachboden wieder. Sie hatten also den großen Fehler begangen.

Sie mussten nun die drei Gegenstände vom Dachboden zurück zu ihren Besitzern bringen. Beim Geißenmeckerer ging es flott – zurück im Jahr 1979 war der Besitzer während der Fasnet schnell im Schwanen gefunden. Beim zweiten Versuch allerdings landeten sie zunächst im Jahr 1576 – und lernten den Schwanen zu seinen Anfängen kennen. Im Jahr 1952 war das Wirtshaus dann eine „Rockhölle“.

Ski rettet Sieg beim Schwarzwaldpokal

Der Trachtenhut konnte 1900 auf dem Kirchplatz übergeben werden, wozu witzigerweise gerappt wurde. Und der Ski? Der fehlte 1985 dem späteren Schwarzwaldpokalsieger Hermann Weinbuch, dem sie mit der Übergabe den Tag und den Sieg retteten. Am Ende kehrten die drei zurück – und Marie durfte heim zu ihrer Familie.