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Von Swing bis Pop

Foto: Schwarzwälder BoteVor einer großen Besucherschar, von der manch andere Kurkonzert­akteure diesen Sommer nur träumen konnten, und ­begleitet von strahlendem Sonnenschein, gab der ­Nachwuchs des Musikvereins Schonach bei seinem Kurkonzert am Sonntag sein Können zum Besten.

Auf den gefüllten Bänken beim Pavillon wie auch rund um den Kurpark lauschten die Besucher dem von der Jugendleiterin Claudia Kienzler moderiertem Konzert. Sicherlich kamen alle Zuhörer auf Ihre Kosten. So hatte der Dirigent der Jugendkapelle, Simon Wiesenbach, für jeden Geschmack etwas ausgewählt.

Mit flotten Marschklängen zur Eröffnung, bekannten Swingmelodien von Glenn Miller und Hits von ABBA aus den 1970er-Jahren, die zum Mitsummen einluden, über Filmmusik und Melodien des King of Pop wie auch Lord of the Dance und aktuellen Hits aus den Charts zeigte die junge Mannschaft ein buntes Repertoire, das sich hören ließ, mit viel Applaus belohnt wur de und zwei Zugaben forderte.

Volksfest feiert das halbe Jahrhundert

"Es ist alles bereit für drei tolle Tage und ab jetzt steppt der Bock", begrüßte Festwirt Georg Schilli die Gäste zum 50. Schonacher Volksfest.

Foto: Schwarzwälder BoteZuvor hatte Bürgermeister Jörg Frey mit zwei satten Schlägen das erste Bierfass angezapft und damit die Jubiläumsausgabe offiziell eröffnet.

50 Jahre Schonacher Volksfest wären etwas ganz Besonderes, erklärte er und richtete seine Dankesworte an die Kameraden um den damaligen Kommandanten Wolfgang Bender, die das Volksfest ausriefen. Über die Jahre entwickelten es die Feuerwehrmänner weiter und sorgten dafür, dass daraus ein richtig großes Volksfest geworden ist.

Bürgermeister Frey dankte den Aktiven der Feuerwehr, die wieder viel Zeit in die Vorbereitung und den Aufbau investiert hatten und dem Musikverein Schonach, der von der ersten Volksfeststunde an dazu gehört. Pünktlich zum Fassanstich marschierten die Feuerwehrkollegen aus dem Saarländischen St. Wendel ein, die seit 36 Jahren bei keinem Volksfest fehlten.

Foto: Schwarzwälder BoteWährend sich das erweiterte Festzelt rasch füllte, unterhielt die Kurkapelle unter der Leitung von Markus Kammerer die Festbesucher. Der Musikverein begrüßte auch am Festsonntag mit dem Frühschoppenkonzert die Festbesucher.

Ihren Auftritt rundeten sie mit ihrer Tischmusik ab, die im ganzen Festzelt die Stimmung noch einmal steigerte. Die Musiker Edgar Pfaff, Gottfried Hofmeier und Urban Kammerer, die auch schon beim ersten Schonacher Volksfest aktiv waren, wurden von Musikerkollegen Joachim Müller für diese Leistung ausgezeichnet.

Besucher trotzen Wetter

Für die kleinen Festbesucher verteilte Claudius Hansmann am Samstagabend die Bons für ihre Gratis-Portion Pommes. Diese Familienaktion kam, wie bereits in den Vorjahren, sehr gut an.

Foto: Schwarzwälder BoteIm Wechsel brachten DJ Tobi Bonito und die Cover-Band Edelrock die Volksfestgäste in der Partynacht auf Feiertemperatur mit den Tophits der vergangenen Jahre und den Festzeltklassikern. Das wechselhafte Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch, die Festbesucher strömten ins Zelt, belagerten die Getränkestände und das Barzelt. Die Kaffeestube, die Tobias Hofmeier organisierte, verwandelte sich in eine nächtliche Gin-Bar und ergänzte ideal das Partyangebot.

Zum Jubiläumsfest erhielten die Schonacher Besuch von den Feuerwehren St. Märgen, Furtwangen, Triberg, Schönwald, Hornberg und Niederwasser. Und auch ein Junggesellenabschied wurde in der Partynacht ausgiebig zelebriert.

Herbstliche Temperaturen bremsten auch am Sonntag die Festbesucher nicht. Fördervereinsvorsitzender Christof Schwer freute sich darüber und auch den Vortag bewertete er mit größter Zufriedenheit.

Feuerwehrkamerad Tobias Ottl begrüßte die Sonntagsgäste und führte sie in Kurzform durch das Programm. Die Blaskapelle "Peng" unterhielt die Gäste im Festzelt am Sonntagnachmittag mit allem, was die populäre Blasmusik hergibt.

Tolle Stimmung beim Sommerfest

Das Sommerfest des Musikvereins Kurkapelle Schonach war auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg und bot Unterhaltung auf hohem Niveau für Jung und Alt. Vor allem am Samstagabend war die Stimmung in der Dorfmitte ausgezeichnet.

Foto: Schwarzwälder BoteDas Festzelt an der Dom-Clemente-Schule war am Samstagnachmittag noch nahezu leer, als die erste Gruppe ihren Auftritt hatte. Musikvereinsvorsitzender Klaus Dieterle stellte die Band lachend als "einmalige, noch nie dagewesene bunte Besetzung" vor. Zunächst standen jedoch nur sieben motivierte Blasmusiker aus den unterschiedlichen Musikvereinen der Raumschaft Triberg bereit, die jedoch schnell Unterstützung anforderten und aus den Reihen ihrer Kapellen auch bald erhielten, sodass die Stimmung bei fetziger Blas- und Guggenmusik schon recht schnell sehr gut war.

Speisekarte kommt an

Foto: Schwarzwälder BoteBunt und reichhaltig war auch das kulinarische Angebot, das die Musiker vorbereitet hatten. "Das Schaschlik haben wir schon am Donnerstag gesteckt", verriet eine Musikerin. Doch auch die weitere Speisekarte konnte sich sehen lassen, wobei sich vor allem der Wälderkebap wieder besonderer Beliebtheit erfreute, sodass dutzende Helfer an der Essensausgabe, am Getränkestand, am Bierwagen sowie an der breit aufgestellten Kuchentheke alle Hände voll zu tun hatten.

Für ein nahezu gefülltes Festzelt sorgte am Samstagabend die Kapelle "Zweitakt Spezial", die unter der Leitung von Ben Fehrenbach aus Denzlingen mit einer bunten musikalischen Mischung in der Skigemeinde aufwartete. Die Musiker, von denen auch einige aus Furtwangen kamen und die seit 2016 in dieser Zusammensetzung konzertierend unterwegs sind, boten vor allem böhmische Blasmusik. Doch auch moderne Rock- und Poptitel wurden zum Besten gegeben, ergänzt von mährischen Klängen.

Foto: Schwarzwälder BoteBeliebte Anlaufstelle war neben dem Zelt auch der Likörstand im Freien und die "Unkaputt-Bar", wo sich die Besucher auch mit Mixgetränken und Hochprozentigem eindecken konnten.

Das trübe und regnerische Wetter mit wenig sommerlichen Temperaturen hielt auch am Sonntag viele Schonacher und weitere Besucher nicht davon ab, in den Schulhof zu kommen. Zum Frühschoppen und Mittagstisch unterhielten die Mitglieder der Stadtkapelle Furtwangen rund zwei Stunden in einem gut besetzten Zelt mit abwechslungsreicher Blasmusik.

Foto: Schwarzwälder BoteAuch am Nachmittag fehlte es nicht an musikalischen Klängen im Zelt, das vor dem Regen schützte. Auf die Furtwanger Stadtkapelle folgte dann die Musikkapelle Gütenbach und die Musiker des Musik- und Trachtenvereins Öfingen.

Für die Kinder hatte die Jugendkapelle eine Schminkstation auf die Beine gestellt. Zuständig waren die Zöglinge zudem für den Waffelstand.

Tombola ein Höhepunkt

Einen Höhepunkt stellte am Sonntagabend wieder die Verlosung der großen Tombola dar. Hierzu kamen noch einmal viele Gäste vorbei, um das spannende Prozedere mit einem Abendessen zu verbinden. Vorsitzender Klaus Dieterle dankte der örtlichen Industrie, dem Handel und der Gastronomie für die großzügigen Spenden, die es ermöglichten, die Tombola mit 50 hochwertigen Preisen zu bestücken. "Wir haben Preise im Gesamtwert von rund 4000 Euro", informierte Dieterle.

Foto: Schwarzwälder BoteGewohnt spannend moderierte Ehrenvorsitzender Joachim Müller die Verlosung und brachte so manch Gewinner zum Strahlen. Über den Hauptpreis, nämlich 555,55 Euro, durfte sich eine Gewinnerin aus Schonach freuen.

"Zweitakt Spezial" gibt Takt an

Foto: H. J. KommertDer Musikverein-Kurkapelle Schonach lädt am kommenden Wochenende, 27. und 28. Juli, wieder zu seinem beliebten Sommerfest auf den Schulhof der Dom-Clemente- Schule ein.

Am Samstag, 27. Juli, fällt der Startschuss um 16 Uhr. Musiker aus der gesamten Raumschaft werden für musikalische Stimmung und gute Laune sorgen. Die Schonacher Musiker werden ihre Gäste in gewohnter Manier mit leckeren Speisen und Getränken versorgen.

Am Sonntag spielt das Blasorchester aus Öfingen

Ein Highlight wird der Samstagabend, wenn die Kapelle "Zweitakt Spezial" die Bühne übernimmt. "Zweitakt Spezial" ist eine Gruppe ambitionierter Musiker aus dem süddeutschen Raum, deren Repertoire sich nach dem Motto "Die Mischung macht’s" richtet. Ein großer Teil besteht dabei aus böhmischer Blasmusik. Dieser wird durch mährische und moderne Titel sowie Solisteneinlagen erweitert, wodurch so gut wie jeder Musikgeschmack bedient werden kann. "Unsere Festbesucher dürfen sich auf viele musikalische Leckerbissen freuen", informiert Vorsitzender Klaus Dieterle. Der Eintritt ist frei.

Am Sonntag, 28. Juli, geht es mit viel Blasmusik weiter. Ab 11 Uhr spielt die Stadtkapelle Furtwangen zum Frühschoppen auf, worauf um 13.30 Uhr die Musikkapelle Gütenbach und ab 16 Uhr die Musiker des Musikvereins Öfingen folgen.

Für die kleinen Besucher hat sich die Jugendkapelle ein tolles Kinderprogramm ausgedacht. Um 18.30 Uhr findet die Ziehung der großen Tombola statt, bei der viele attraktive Preise winken. "Unsere örtlichen Betrieben, Gastronomen und Einzelhändler haben hierfür tolle Spenden beigesteuert", ist Klaus Dieterle dankbar. Als Hauptpreise gibt es 555,55 Euro in bar, eine wertvolle, traditionelle Kuckucksuhr, einen Gutschein für den Europa Park in Rust und Einkaufsgutscheine des Schonacher Einzelhandels zu gewinnen.

"Es macht Spaß, euch zuzuhören"

Foto: H. J. KommertDer Musikverein-Kurkapelle Schonach hielt seine Hauptversammlung im Hotel Rebstock ab. Den einzelnen Berichten war zu entnehmen, dass die Aktiven ein terminintensives Jahr hinter sich hatten, dies aber durch Zusammenhalt und Kameradschaft bestens meisterten.

Schonach. Schriftführerin Luisa Willmann lieferte Details und kam unterm Strich auf 76 Proben und Auftritte sowie sieben Kurkonzerte der Musiker. Dieser Terminflut wurden Markus und Thomas Kammerer mit nur zwei Fehlproben gerecht, und auch Gottfried Hofmeier, Urban Kammerer, Nico Pfaff und Luisa Willmann konnten mit nur drei Fehlproben fast immer dabei sein. Hierfür gab es ein kleines Präsent.

Mit goldener Ehrennadel ausgezeichnet

Seitens des Blasmusikverbands Schwarzwald-Baar wurde Manfred Pfaff für 40 Jahre aktive Tätigkeit im Dienste der Blasmusik mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Joachim Müller übernahm diese Ehrung als Bezirksvertreter des Blasmusikverbands und gab einen Abriss über die vier Jahrzehnte, in denen sich Manfred Pfaff verdient gemacht hatte.

Auf Vereinsebene wurde Markus Kammerer für zehn Jahre Mitgliedschaft mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet, Nico Pfaff für 15 Jahre mit der silbernen und Klaus Dieterle für 30 Jahre mit der goldenen Ehrennadel.

Auch fördernde Mitglieder wurden geehrt und für ihre 30-jährige Vereinstreue zu außerordentlichen Mitgliedern ernannt: Markus Dieterle, Josef Duffner, Holger Hermann, Christian Herr, Christian Hipp, Mike Pfaff, Susanne Kern, Monika Petrino, Wolfgang Ringwald, Michael Velten und Cornel Kaltenbach.

Über die Jugendarbeit informierte Claudia Kienzler. 35 Jungen und Mädchen seien in Ausbildung, die Jugendkapelle bestehe aktuell aus 30 Musikern.

Laura Beha, Tobias Disch, Luca Kienzler, Laura Schwer, Sina Luik, Hanna von Stemm, Lena Wenke und Theresa Kluit­mann wurden heuer offiziell in die Hauptkapelle aufgenommen und bekamen die Vereinsnadel ans Revers gesteckt.

Dirigent Markus Kammerer lobte das tolle Miteinander zwischen Jung und Alt im Verein und zeigte sich über das vergangene Jahr zufrieden: "Wir haben gemeinsam an einem Strang gezogen und trotz vieler Termine im Herbst ein tolles Jahreskonzert abgeliefert." Dies bestätigte auch Vorsitzender Klaus Dieterle und gab das Lob an den Dirigenten zurück: "Du motivierst uns und bringst uns zu Höchstleistungen."

Mehrere Termine stehen an

In diesem Jahr soll es anlässlich des 180-jährigen Vereinsbestehens ein Kirchenkonzert geben. Neben Kurkonzerten und verschiedener anderer musikalischer Termine stehen außerdem zwei große Festumzüge in Triberg und Vöhrenbach an. Auch Investitionen sollen getätigt werden, neben Instrumenten werde ein Teil der Trachtenhüte erneuert.

Bürgermeister Jörg Frey dankte seitens der Gemeinde für die Bereicherung des Dorflebens. "Es macht Spaß, euch zuzuhören", sagte der Schultes.

Die Wahlen ergaben keine Veränderungen. So wurden Vorsitzender Klaus Dieterle, sein Vertreter Nico Pfaff, Kassiererin Karin Bender, die Beiräte Apollonia Rajnai und Oliver Kohler sowie die Kassenprüfer Rebecca Dold und Marco Kimmig einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Erlös ermöglicht Kindern Musical-Besuch

Foto: H. J. KommertAuch zur 19. Fensteröffnung des Lebendigen Adventskalenders des Hotels Schwarzwald Residenz in Triberg wurde wieder etwas Besonderes geboten.

Hotelier Georg Wiengarn zeigte sich hocherfreut, dass sich auch Interpreten aus der ganzen Raumschaft für diesen sozialen Zweck an der jetzt schon seit sechs Jahren durchgeführten Aktion beteiligen. So sorgten bereits am 10. Dezember die Alphornbläser aus Schönwald für vorweihnachtliche Stimmung und nun belebte die Jugendkapelle aus Schonach die kleine Bühne vor dem Hotel.

Rund 20 junge Musikanten zeigten ihr Bestes und verwöhnten die Ohren der über 40 Besucher, die sich, trotz des starken Regens auf der Hotelterrasse eingefunden hatten.

Aber nicht nur seine Instrumente hatte das junge Ensemble im Gepäck, sondern auch eine rührende Weihnachtsgeschichte. So las Hannah Kimmig in mehreren Abschnitten über das Leben des "Schönen Weihnachtsbaums". Zwischendurch begleitete die Kapelle, die unter der Leitung von Dirigent Simon Wiesenbach auftrat, die Erzählerin mit weihnachtlichen Liedern.

Mit dem wohl bekanntesten Weihnachtslied der Welt, "Stille Nacht, heilige Nacht…", das dieses Jahr 200 Jahre alt ist, beendeten die Jugendlichen aus Schonach unter viel Beifall des Publikums seinen halbstündigen Auftritt.

Auf den bisherigen Erfolg des Adventskalenders 2018 angesprochen, meinte Wiengarn: "Ich bin trotz des zum Teil sehr schlechten Wetters mit der Resonanz zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass trotzdem so viele Besucher der täglichen Fensteröffnung beiwohnen und den ehrenamtlich auftretenden Künstlern, die sich in den Dienst unserer guten Sache stellen, die Ehre erweisen. Der Erlös aus diesem Jahr kommt bekanntlich den Kindern aus der ganzen Raumschaft zugute, denn wir werden für unser Musical ›Das Dschungelbuch‹, welches am 11. Februar 2019 im Kurhaus Triberg in einer Sonderaufführung durchgeführt wird, den Kindern aus der Raumschaft kostenlosen Eintritt ermöglichen."

Fulminantes Gemeinschaftskonzert

Erneut ein fulminantes Gemeinschaftskonzert lieferte der Musikverein Kurkapelle Schonach ab. Unterstützt wurde er von der eigenen Jugendkapelle und der Musikkapelle Ringsheim.

Foto: H. J. KommertFoto: H. J. KommertFoto: H. J. KommertBereits die Jugendkapelle, die mit 30 jungen Nachwuchsmusikanten unter der Leitung von Simon Wiesenbach antrat, ließ keine Wünsche offen – und wenn man hörte, dass dahinter 20 weitere junge Menschen ihre musikalische Ausbildung angetreten haben, konnte man schon ein wenig Neid verspüren – andere Jugendkapellen in der Region plagen Nachwuchssorgen.

Überzeugende Leistung

Sechs Jungs und Mädchen haben sich mit dem Junior-Abzeichen bereits erste Sporen verdient, wie der Vorsitzende Klaus Dieterle erklärte, einige andere zeigten sich erstmals vor Publikum. Sie alle lieferten eine überzeugende Leistung ab. Mit dem "Polar Express", stiegen die Musiker ein, um dann mit einem Medley dem "King of Pop" Michael Jackson zu huldigen – da tauchten Hits wie "Thriller" oder "Man in the Mirror" auf.

Keltisch geprägt ging es weiter mit einem Arrangement verschiedener heißer irischer Rhythmen aus "The Lord of the Dance" mit kräftigen Rhythmen-Wechseln bis hin zu dem für diese Musik bekannten Stakkato. Eigentlich, so die drei Moderatorinnen Claudia Kienzler, Sina Luik und Hannah Kimmig, sollte nach dem einstigen Pop-Song "Some nights", bekannt durch die Gruppe "Fun", Schluss sein, doch ein fordernder Applaus bewirkte, dass die Jugendkapelle noch "The best day of my Live" anstimmten.

Nach dem leidenschaftlichen Auftritt der Nachwuchskapelle traten die Gäste aus Ringsheim ihre "musikalische Achterbahnfahrt" an, so Klaus Dieterle. "Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Ringsheim direkt neben Rust liegt", so der Schonacher Vorsitzende. Zustande kam der Auftritt durch persönliche Kontakte, berichtete der Ringsheimer Vereinschef Klaus Steenken – die beiden Dirigenten hatten gemeinsam ein Seminar besucht. "Musik verbindet", erklärte Steenken – denn in wenigen Tagen werden die Schonacher in Ringsheim zum Doppelkonzert "Tanne trifft Rebe" antreten.

Musikalische Achterbahnfahrt

Mit wechselnden Moderatorinnen klärten die Gäste aus dem Ortenaukreis die Konzertbesucher auf, was sie zu hören bekamen. Mit einer Hymne an die mittelitalienische Stadt "Viterbo" von Jacob de Haan begannen die Musikerinnen und Musiker. Wer den Komponisten kennt, weiß um dessen triumphale Fanfarenklänge, die die Ringsheimer unter ihrem Dirigenten Gerd Furtwängler meisterhaft intonierten. Keine ganz leichte musikalische Lektion stellte "Israeli Folk Songs" dar, bei dem die Musiker vollen Körpereinsatz mit "Body Percussion" beweisen durften. Völlig konträr folgte ein Meisterwerk aus der Feder des Walzerkönigs Johann Strauss Sohn, das die Musiker sehr akzentuiert spielten – wahrhaft eine kleine Achterbahnfahrt, die noch weitergehen sollte mit "Libertango" und den "Highlights from MoulinRouge" und der fiktiven Filmmusik "Trailermusik" von Alexander Reuber. Die Zugabe war eine böhmische Polka "Wir Musikanten". Mit viel Applaus wurden die Gäste von der Bühne verabschiedet.

Einmal mehr einen höchst stilvollen Auftritt hatten die Gastgeber. Musikalisch konnte Dirigent Markus Kammerer mit 57 Musikern aus dem Vollen schöpfen, allein acht junge Nachwuchskäfte traten erstmals (auch) bei den "Großen" an. Startend mit der Hommage an eine besondere Kleinstadt in Arizona, "Sedona", präsentierte die Kurkapelle ein erstes Ausrufezeichen. Beim Titel "Last Letter from Murdoch" dürften sich die Herren an der Percussion gefreut haben – mit aufrüttelnden Trommeleinsätzen setzten sie deutliche Akzente. Der "Brucker Lager-Marsch" setzte die musikalische Reise fort.

Von den Moderatorinnen Sina Luik und Claudia Kienzler wurde erklärt, dass die Musik eines trefflich in allen Facetten beschreiben könne – die Liebe. Einmal mehr war es Jacob de Haan, der dies mit dem Stück "Concerto d’Amore" bestens bewies: Mal einschmeichelnd, mal fulminant treibend und leidenschaftlich, feinfühlig umgesetzt durch die Kapelle.

Triumphale Akkorde

Nach "Anno Neun" von Friedrich Eichberger, das den Freiheitskampf der Tiroler im Jahre 1809 musikalisch beschreibt, sollte eigentlich Schluss sein, doch ein forderndes Publikum erreichte eine Zugabe: Mit der Hymne "Music is my first Love" endete das Gemeinschaftskonzert mit einem erneut triumphalen Akkord.

Zwei hochkarätige Ehrungen erfreuten ein begeistertes Publikum beim Jahreskonzert des Musikvereins Kurkapelle Schonach. Zunächst beglückte die Verbandsvorsitzende der Bläserjugend, Alexandra Götz einen Musiker mit der Großen Goldenen Ehrennadel des Blasmusikverbands: Arnold Kuner. Er wurde für seinen 50-jährigen Einsatz für den Musikverein Kurkapelle Schonach geehrt. Zusätzlich konnte ihm Bürgermeister Jörg Frey die Kleine Goldene Ehrenmünze der Gemeinde Schonach für sein langjähriges Engagement verleihen. "Mister zuverlässig" nannte ihn der Schultes.

Ein zweiter Mann, der von seinem Glück nichts wusste, war die "Allzweckwaffe" Manfred Pfaff, wie es Bürgermeister Jörg Frey ausdrückte. Auch er gehört dem Verein seit 50 Jahren an, war 43 Jahre aktiver Musiker, ist allerdings mehr auf der organisatorischen, denn der musikalischen Schiene tätig. Unter anderem war er mehrere Jahre Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Verein, Präsidiumsmitglied und Bezirksvertreter des Blasmusikverbands, als ehemaliger Finanzdezernent des Kreises war er ferner maßgeblich am Entstehen der Freundschaft mit Kecskemet beteiligt. Ihm durfte Frey eine ganz besondere Auszeichnung verleihen: die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Proben laufen längst

Foto: KammererDer Musikverein-Kurkapelle Schonach bereitete sich in den vergangenen Wochen und Monaten in intensiver Probearbeit auf das Jahreskonzert vor.

Am kommenden Samstag ist es nun soweit. Die 50 Musikerinnen und Musiker freuen sich, ihrem Publikum einen Konzertabend der Extraklasse präsentieren zu können. Dirigent Markus Kammerer hat mit der Auswahl der Musikstücke die ganze Bandbreite der Blasmusikliteratur ausgeschöpft.

Die Zuhörer dürfen sich daher auf moderne Klänge, symphonische Werke, aber auch Traditionelles freuen.

Wie in den vergangenen Jahren auch, wird das Jahreskonzert als Gemeinschaftskonzert durchgeführt. So hat auch die Jugendkapelle Schonach unter der Leitung von Simon Wiesenbach wieder ihren großen Auftritt. Als weiteren Konzertpartner konnten die Schonacher Musiker die Musikkapelle Ringsheim gewinnen, die ebenfalls mit einem hörenswerten Konzertprogramm aufwartet.

Der Konzertabend am Samstag, 24. November, beginnt um 19.30 Uhr. Saalöffnung ist um 19.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Kameradschaft lebendig gehalten

Foto: KammererDer Musikverein-Kurkapelle Schonach hat sich kürzlich auf den Weg in die Schweiz gemacht, um den befreundeten Musikverein Schindellegi-Feusisberg zu besuchen. Anlass der Reise in die südlich des Zürichsees gelegene Ortschaft war ein Großereignis: die "Sennenchilbi".

Schonach. Diese nur alle sechs Jahre stattfindende Brauchtumsveranstaltung lockte tausende Besucher an – mittendrin die 40 Musiker aus Schonach. Diese waren dabei nicht nur Gäste, sondern trugen an diesem Festwochenende auch zur musikalischen Unterhaltung bei.

Schonacher Musiker bringen ordentlich Stimmung ins Festzelt

Beim einstündigen Unterhaltungskonzert am Samstagabend brachten die Schonacher Musiker in gewohnter Manier ordentlich Stimmung ins Festzelt. Besonders gut kam dabei die Tischmusik an, worauf die Schonacher auch noch nach ihrem Auftritt von den Gästen angesprochen wurden.

Am Sonntag folgte nach dem großen Erntedankgottesdienst und einem Festbankett schließlich der Höhepunkt der "Sennenchilbi": der große Brauchtumsumzug. Auch hier war der Musikverein Schonach mit von der Partie. Über die Besonderheit des Umzugs zeigten sich allesamt begeistert: Ganze 40 Gruppen nahmen teil, beginnend mit den verschiedensten Tiergruppen, von Pferden über Ziegen, Schafe, Eseln und Hunden.

Vielerlei Traditionsdarbietungen vorgeführt

Danach ging es mit Musik und vor allem Traditionsdarbietungen weiter. Es wurde nicht nur gespielt und gejodelt, sondern auch geheuet, gekäst, geholzt, gemostet, gebacken, geimkert, gekeltert, geschnitzt und geturnt. Dazwischen wurden alte Landwirtschaftsmaschinen vorgeführt – und immer wieder gab es etwas Leckeres zu kosten. Gekrönt wurde der Umzug von herrlichem Herbstwetter und Panoramablick auf den im Tal gelegenen Zürichsee.

Direkt nach dem Umzug traten die Musiker schließlich wieder den Heimweg an – mit im Gepäck Erinnerungen an ein gelungenes, kameradschaftliches Wochenende und wissend, dass die seit 1993 bestehende Freundschaft zum Musikverein Schindellegi-Feusisberg weiterhin lebendig ist.

Kurkapelle Schonach beendet die Konzertsaison

Foto: KammererDer Musikverein-Kurkapelle Schonach schloss mit seinem Konzert am Sonntagvormittag die Kurkonzertsaison für dieses Jahr. Dabei durfte auch das traditionelle "Romm isch Romm" nicht fehlen, ein Musikstück, bei dem die Musiker stets auch ihre Gesangskünste beweisen können. Zuhörer waren zu diesem Abschlusskonzert zahlreich ins Haus des Gastes gekommen und bedachten die musikalischen Darbietungen, unter der Leitung von Dirigent Markus Kammerer, mit reichlich Applaus. Auch viele Kinder waren unter den vielen Besuchern – der beste Beweis, dass Musik über Generationen hinweg Verbindung schafft.